Aufgabenstellung:

Umfangreiche Ortung von Längs- und Querspanngliedern sowie schlaffer Bewehrung an der Bundesautobahnbrücke der A7 über die B73 in Hamburg.

Problematik:

Wie so viele andere Bauwerke liegt auch diese Spannbetonbrücke aufgrund starker Frequentierung und hoher Achslasten längst jenseits jeder ursprünglich geplanten Auslastung.

Es war daher die Ertüchtigung der Spannbetonbalken durch externe Vorspannung projektiert. Vor Anbringung der Umlenksättel in den Brückenfeldern war die Lage der vorhandenen internen Spannbewehrung im Balken zu orten, um Befestigungen schadfrei anbringen zu können. Aufgrund der rechnerisch vollständigen Auslastung war auch die Schädigung schlaffer Bewehrung zu minimieren.

Am Ende der Längsträger und am Endquerträger waren Ankerblöcke anzubringen und quer vorzuspannen. Dafür musste der bis zu 1,4 m starke Balken an mehreren Stellen durchbohrt werden, ohne dass vorhandene Spannglieder beschädigt werden durften.

Lösung:

Mit dem kombinierten Einsatz von Ultraschallecho- und Impulsradarecho-Verfahren konnten oberflächennah liegende Spannglieder sowie Bewehrungseisen mit optimiertem wirtschaftlichen Aufwand detektiert und für die nachfolgenden Arbeiten an der Betonoberfläche markiert werden.

Zur Identifikation tiefliegender Spannglieder im Bereich der Endverankerung wurde der Balken mit Abmessungen zwischen 1,0 m und 1,4 m Breite und 2 m Höhe in mehreren Ebenen vollständig durchschallt und die Messdaten mit unserer spezialisierten Software ausgewertet, um sämtliche vorhandenen, unsymmetrisch über die Höhe verteilten Spannglieder sicher zu orten und Bohrkorridore festzulegen bzw. zu korrigieren.

Resultat:

An vier Längsträgern mit zusammen rund 800 m Länge konnten Längsspannglieder an insgesamt 56 Umlenkstellen und 8 Endverankerungen sowie Querspannglieder in der Fahrbahnplatte auf etwa 250 lfd. m identifiziert, markiert und nachvollziehbar für den Auftraggeber und die nachfolgenden Firmen dokumentiert werden, so dass Befestigungs- und Bohrarbeiten sämtlich ohne Spanngliedtreffer ausgeführt werden konnten. Zusätzlich wurde an allen Umlenkstellen die Lage der schlaffen Bewehrung markiert.