Potentialfeldmessung zur Schadenseingrenzung

Aufgabenstellung:

In einer Tiefgarage war der Umfang von Schäden an einer Stahlbetondecke einzugrenzen, die im Zuge von Sanierungsmaßnahmen entdeckt wurden.

Problematik:

Während der Vorbereitung von Sanierungsmaßnahmen wurden in der Tiefgaragensohle Risse entdeckt. Nach Abtrag des Estrichs im Bereich der Risse wurden erhebliche flächige Korrosionsschäden an der oberflächennahen Bewehrung festgestellt.

Um den Umfang der Schäden einzugrenzen und die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen festlegen zu können, wurde der Estrich auf der gesamten Fläche des Tiefgaragenabschnitts abgetragen und eine Potentialfeldmessung durchgeführt.

Aufgrund der ungewissen Lage war ein vollständiger Baustopp erforderlich.

Lösung:

Potentialfeldmessung und alle weiteren Arbeiten vor Ort wurden innerhalb eines Arbeitstages abgeschlossen. Zur Kalibrierung der Messergebnisse wurde flächig die Betondeckung gemessen sowie die Bewehrung an relevanten Stellen geöffnet und inspiziert und die Karbonatisierungstiefe festgestellt.

Resultat:

Anhand der kalibrierten Ergebnisse konnten die Schadbereiche weitgehend und mit hoher Sicherheit auf die visuell erkennbar geschädigten Bereiche begrenzt werden. Nur an wenigen anderen Stellen war eine nennenswerte Korrosiongefahr gegeben.

Dem Auftraggeber wurde nahegelegt, zur Verifizierung der Korrosionsgefahr an den fraglichen Bereichen weitere Inspektionsöffnungen anzulegen sowie zur Eingrenzung von Schadensursachen und Sanierungsmaßnahmen ergänzende Untersuchungen auf Schadstoffe (Chloride) vorzunehmen.

Somit konnte der Instandsetzungsaufwand finanziell und zeitlich in engen Grenzen gehalten werden. Unsere Ergebnisse lagen dem Auftraggeber eine Woche nach Ausrufung des Baustopps vor, so dass auch die zeitlichen Verzögerungen durch die Schadensaufnahme minimiert werden konnten.